„Seit wann schaust du dir denn Basketballspiele an?", werde ich neuerdings gefragt. „Ich spiele gerade", antworte ich mit einem Zwinkern. „Ach was?! Red doch kein Unsinn!" So sauber sieht der zehnte Teil der 2K-Serie auf den ersten Blick aus. Die meisten Sportarten werden erstklassig von EA Sports abgedeckt, nur im Basketball-Franchise hatte bisher 2K die Nase vorne. Dank der tollen Präsentation, dem starken Gameplay und vielen weiteren Features war dies möglich. Während die Konkurrenz aus dem Hause EA dieses Jahr stärker geworden ist, war es keine einfache Aufgabe zu beweisen, warum 2K, trotz kleinen Fehlern, immer noch auf Platz eins steht.
Dieses Jahr ist wieder mehr Köpfchen und taktisches Geschick gefragt
Die meiste Zeit verläuft das Spielgeschehen auf dem Platz sehr schnell und meist flüssig. Spieler, die mit dem Vorgänger bereits vertraut sind, werden merken, dass es nicht mehr möglich ist ohne Pause rauf und runter zu sprinten, ohne einmal Luft holen zu müssen. Hier wurde eine Leiste angelegt, die euch zeigt, wie lange ihr Sprinten könnt, ohne dass euch die Puste ausgeht. Ein gelber Balken zeigt eure für Sprints zur Verfügung stehende Energie an. Sobald diese zur Neige geht, verliert der Spieler an Kondition und braucht länger, um sich zu erholen. Hier ist es wichtig die Balance zu bewahren und das System funktioniert soweit auch ganz gut.

Neben der Änderung des Sprintsystems könnt ihr nun, je nach Spielsituation, durch Schnelltaktiken und Kommandos reagieren. Des Weiteren stehen euch anstatt acht Spielern nun 24 zur Verfügung, welche offensive Taktiken deutlich verbessern können. Beispielsweise nützt ihr die Schwäche des Gegners aus, in dem ihr den speziell trainierten Spieler für den Dreipunkte-Wurf schnell einsetzt. Diese doppelte Spielerkontrolle ist durchaus nützlich, kann aber auch während dem Spiel ablenken, da ihr dazu natürlich ein kleines Extra-Menü aufrufen müsst. Also vorsicht!
Kleine Schwächen, die den Spielspaß aber nicht trüben
Im Angriff spielt auch die Psyche eine wichtige Rolle. Hat euer Spieler einmal einen Lauf, dann wird er sicherer und trifft auch aus den schwierigsten Positionen. So etwas wirkt sich sehr demoralisierend auf die Verteidiger des Gegners aus. Störend sind hier die kleineren Ruckler, die euch gern eine halbe Sekunde kosten und dementsprechend Punkte. Gegner nutzen dies gnadenlos aus und machen den entscheidenden Schritt zum Block. In vergangen Spielen wurde dies schon besser gelöst.
Auch in der Abwehr gab es einige Änderungen. Verteidiger kämpfen nun etwas härter um den Ball und die Position. Habt ihr den Angreifer direkt vor euch und ahnt seine nächste Bewegung voraus, könnt ihr ihn in eine Zwei-gegen-Eins-Situation ablenken. Eure KI-Kollegen sind in diesem Fall schnell am Ort des Geschehens und schnappen sich die wichtigen Rebounds. Leider funktioniert die KI nicht überall so gut. Oft werden unnötige Fouls verursacht oder Bälle werden verschwenderisch ins Aus gespielt anstatt dem Spielfeld entlang. Dies kann aber genauso euch passieren, da nicht immer die Pässe so ankommen, wie es geplant war. Im Vorwärtsspiel spielt ihr beispielsweise nicht den Mann vor euch an, sondern unpraktisch nach hinten.